Kantonsrat bei Vollmond

Die Kantonsratssession September 2017 wurde während des Vollmonds angesagt. Kein Gemeindepräsident würde eine Gemeindeversammlung während des Vollmonds abhalten. Nicht verwunderlich gingen am ersten Tag schon die Emotionen hoch.

Die Kantonsratssession wurde während des Vollmonds angesagt. Kein Gemeindepräsident würde eine Gemeindeversammlung während des Vollmonds abhalten. Nicht verwunderlich gingen am ersten Tag schon die Emotionen hoch. Weder die Sanierung der Schiessanlagen auf Kosten des Kantons, noch der Finanzausgleich gaben viel zu reden. Nein, die Ausdehnung des Leinenzwanges für Hunde im Wald sorgte für rote Köpfe. Der Kantonsrat legte sein Veto gegen die neue Verordnung ein und die Verwaltung muss nun erneut über die Bücher.

Am zweiten Sessionstag (Vollmond) wurden der Leistungsauftrag und das Globalbudget der Fachhochschule Nordwestschweiz genehmigt und dann brauchte es tatsächlich drei! Wahlgänge bis ein Ersatzrichter für das Steuergericht gewählt war. Im dritten Wahlgang reichte dann das absolute Mehr. Zu hitzigen Diskussionen sorgte ein Zustupf an die Landfrauen für den Aufbau eines Catering- Unternehmens.

Der dritte Tag war geprägt durch drei Volksaufträge im Zusammenhang mit der Steuergesetzrevision. Diese Debatten wurden (zu) emotional geführt (auch ohne Hilfe des Vollmondes). Keine Chance hatte ein Antrag der Ratslinken, mehr Gelder für die Verbilligung der Krankenkassenprämien einzusetzen.

September 2017, Kuno Gasser, Kantonsrat CVP

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