Kredite & Jagd: Januar-Session 2026
Der Solothurner Kantonsrat bewilligte Kredite von 1,70 Mio. Franken für den Ausbau des Bahnhofs Grenchen Süd und von 5,86 Mio. Franken für die Sanierung der Anwilerstrasse in Kienberg jeweils einstimmig.
Mit 83 Nein- gegen 4 Ja-Stimmen bei 5 Enthaltungen lehnte der Rat einen von 103 Personen eingereichten Volksauftrag zur «Abschaffung der Bewegungsjagd» ab. Die Mehrheit der im Kanton erlegten Rehe wird auf der Bewegungsjagd erlegt. Diese effiziente Jagdmethode findet im Spätherbst statt und ist nötig, um die Wälder vor noch grösseren Verbiss-Schäden zu schützen.
Viel zu reden gab auch ein Auftrag, dass der Kanton die Städte Solothurn und Olten bei der Betreuung von suchtkranken Crack-Konsumenten zu unterstützen habe, um eine offene Drogenszene zu verhindern.
Ein Auftrag das Hundegesetz zu verschärfen, wurde nur in abgeschwächter Form angenommen. Die Gemeinden haben schon heute weitgehende Kompetenzen auf ihrem Gemeindegebiet, wie z.B. Leinenpflicht auf Schularealen oder Spielplätzen anzuordnen.
Zu Beginn der Session wurde Alexandra Rohn, Grüne, Solothurn, als neue Kantonsrätin vereidigt. Sie ersetzt David Gerke.
Während der Session haben eine weitere Kantonsrätin und zwei Kantonsräte demissioniert. Dies sind Laura Gantenbein, Grüne, Solothurn; Kevin Kunz, SVP, Subingen und Mark Winkler, FdP, Witterswil.
Fünf Geschäfte konnten während der zweitägigen Session nicht behandelt werden und wurden auf die März Session verschoben.
Kuno Gasser, Kantonsrat – Die Mitte